Work-Life-Balance oder Life-Balance?
Die gängige Bezeichnung heißt Work-Life-Balance. Ursprünglich hat diese Bezeichnung sicherlich gestimmt. Arbeiter und Angestellte verließen nach vereinbarten Zeiten ihren Arbeitsplatz und hatten Feierabend - jetzt begann das private Leben. Stimmt das denn heute noch? Ist es nicht vielmehr so, dass von Führungskräften und Mitarbeitern, besonders von Betrieben, die überregional arbeiten und vernetzt sind, erwartet wird, dass sie auch in der sogenannten Freizeit telefonisch und per E-Mail erreichbar sind und ihre Zeit und Arbeitskraft zur Verfügung stellen?
Sicher: Unsere Arbeit ist ein Großteil unseres Lebens - schränken wir allerdings Bereiche unseres privaten Lebens ein oder grenzen sie sogar aus und stehen dem Betrieb jederzeit zur Verfügung, so heißt das, die eigene Lebensqualität zu reduzieren, unzufrieden oder im schlimmsten Fall krank zu werden. Es gilt, sich die eigene Situation bewusst zu machen und durch individuelle Lösungen die Lebensbalance wieder herzustellen.
